Landesgesundheitskonferenz 2008

» Hier finden Sie das Programm der Veranstaltung als PDF-Datei Die 4. Landesgesundheitskonferenz am 15. September 2008 in Magdeburg führte die ca. 350 Teilnehmenden in die neue internetgestützte Gesundheitsberichterstattung des Landes Sachsen-Anhalt ein, präsentierte zwei Fokusberichte der Gesundheitsberichterstattung des Landes und zog Bilanz über 10 Jahre Gesundheitsziele in Sachsen-Anhalt. Ein Gastreferent der WHO stellte europäische Zieleentwicklungen in den Kontext zur sachsen-anhaltischen Vorgehensweise und ermöglichte damit den Teilnehmenden einen Blick über den „Tellerrand“. 12 Modellprojekte wurden berufen.

Im Zielbereich Ernährung wurde festgestellt, dass der gesunden Ernährung in den Lebenswelten eine wachsende Bedeutung zukommt. Auch wenn ca. 35,5 % der Männer und 44,8 % der Frauen in Sachsen-Anhalt normalgewichtig sind. 64,3 % der Männer und 52,3 % der sachsen-anhaltischen Frauen die einen Body-Maß-Index von 25 und mehr aufweisen erfordern zielgerichtete Interventionen.

Der Arbeitskreis für den Zielbereich Bewegung befand sich im Berichtszeitraum in der Aufbauphase. So standen konzeptionelles Arbeiten und verschiedene Modellprojekte im Fokus der Arbeit. Mit vielfältigen Maßnahmen verfolgt der organisierten Sports in Sachsen-Anhalt eine spezifische Gesundheitsausrichtung, so hatten ca. 20 % aller Vereinsangebote einen expliziten Gesundheitsbezug.

Im Zielbereich Impfen sorgten umfangreiche zielgruppenspezifische Maßnahmen nicht nur für die Verbesserung der Datenlage sondern auch für eine wachsende Sensibilisierung der Bevölkerung. 2007 verfügten über 90 % der einzuschulenden Kinder bis auf die 2. MMR-Impfung (89,8 %) über einen altersgerechten. Sachsen-Anhalt liegt damit beim altersgerechten Impfstatus einzuschulender Kinder über dem Bundesdurchschnitt und auch über dem Durchschnitt der neuen Bundesländer.

Im Zielbereich Legale Suchtmittel ist festzustellen, dass das Rauchverhalten von Erwachsenen in Sachsen-Anhalt im Zeitraum 1999 bis 2005 keine auffällige Abweichung vom Bundesdurchschnitt zeigt. Die Sterbeziffer aufgrund von alkoholischer Leberkrankheit sinkt in Sachsen-Anhalt sowohl bei Frauen als auch bei Männern kontinuierlich. Sachsen-Anhalt hatte jedoch – trotz fallender Tendenz – im Jahr 2006 unter allen Bundesländern immer noch die dritthöchste Sterblichkeit (16,4 Sterbefälle je 100.000 Einwohner). Sie war 1,7 Mal höher als im Bundesdurchschnitt.

Im Zielbereich Zahngesundheit wurde konstatiert dass sich die Zahngesundheit der Kinder und Jugendlichen in Sachsen-Anhalt im Zeitraum von 1995/1996 bis 2006/2007 deutlich verbessert hat. Beim letzten Ländervergleich (2004) war sie jedoch nach wie vor schlechter als im Bundesdurchschnitt.