Zielbereich Impfen

Ziel
Erreichen eines altersgerechten Impfstatus bei über 90 % der Bevölkerung

Problem
Seit Beginn der Bearbeitung des Gesundheitszieles im Jahr 1998 wurde eine stetige Zunahme der Impfungen bei einzuschulenden Kindern registriert. Allerdings gibt es noch größere regionale Unterschiede. Nach Wegfall der Pflichtimpfungen und der Versorgungsstrukturen der DDR war es zu Beginn der 90er Jahre zu einem deutlichen Rückgang bei den Impfungen gekommen mit der Folge, dass Krankheiten wie Masern und Keuchhusten in Sachsen-Anhalt wieder vermehrt auftraten. Dieser Trend konnte noch nicht vollständig gestoppt werden. Die vorhandene Datenlage lässt bisher nur auf wenige Zielgruppen und Impfungen bezogene Aussagen zu. Auf Grund verschiedener Erhebungen kann davon ausgegangen werden, dass erhebliche Impflücken bestehen.

Ursachen
  • Nachlassende Impfbereitschaft
  • Vergessen
  • Nichterreichen bestimmter Zielgruppen
  • mangelndes Wissen über Impfungen und ihre Wirkung
  • mangelndes Wissen über die Bedeutung des Durchimpfungsgrades in einer Bevölkerung
  • mangelndes Wissen über einen altersgerechten Impfstatus
  • Verunsicherung
  • Impfgegnerschaft
  • Anteilige Eigenfinanzierung
  • Andere Probleme sind wichtiger
  • unzureichende aktive Ansprache und Befürwortung des Impfens durch behandelnde Ärzte
  • Ablehnung des Impfens durch Personen bestimmter Fachgruppen (Vorbildwirkung)


Teilziele
  • Erarbeitung einer Definition "altersgerechter Impfstatus" und Implementierung derselben in Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie bei allen beteiligten Fachdisziplinen.
  • Verbesserung der Datenlage und damit der Aussagefähigkeit zur Impfsituation in Sachsen-Anhalt.
  • Verbesserung von strukturellen Rahmenbedingungen für das Impfen.
  • Verbesserung von Aus-, Fort- und Weiterbildung unterschiedlicher Berufsgruppen/Multiplikatoren in Bezug auf das Impfen.
  • Erhöhung des Impfwissens durch Information und Aufklärung der Bevölkerung.
  • Verbesserung der Inanspruchnahme von Impfungen in allen Altersgruppen.


Zielgruppen
  • Kinder und Jugendliche
  • Junge Arbeitnehmer und Arbeitgeber
  • Senioren


Messgrößen
  • Ergebnisse der Untersuchung zur Impfmeldepflicht in Halle und Magdeburg bei Kindern bis zum 23. Lebensmonat
  • Ergebnisse der Schuleingangsuntersuchung
  • Ergebnisse der Untersuchung 3. Klasse
  • Ergebnisse der Untersuchung 6. Klasse
  • Ergebnisse der Aktion in den Gymnasien – 10. Klasse und aufwärts
  • Ergebnisse der Aktion mit den Betriebs- und Werksärzten
  • Ergebnisse der Impfabrechnungskennziffern bei der KV
  • Ergebnisse der Abverkaufszahlen bei den Impfstoffherstellern
  • Auftreten von impfpräventablen Krankheiten
  • Entschädigte Impfschäden
  • Anzahl der Medienberichterstattung
  • Anzahl der Impfaktionen (institutionell, regional, landesweit)
  • Anzahl der regionalen GBE zum Impfen


Denkbare Maßnahmen
  • zielgruppenspezifische Modellprojekte
  • landesweite Aktionen
  • Erhebung und Zusammenführung von Daten
  • Fort- und Weiterbildung
  • Strukturverbesserungen
  • Schaffung besserer gesetzlicher Grundlagen
  • Aufsuchende Impfung (z. B. in Schule, im Betrieb)
  • Öffentlichkeitsarbeit


Beteiligte
  • Apotheker
  • Arbeitgeberverbände
  • Arbeitnehmerverbände
  • Ärztekammer
  • Aus-, Fort- und Weiterbildungsinstitutionen
  • Beratungseinrichtungen
  • Berufsgenossenschaften
  • Berufsverbände (Ärzte, Hebammen, usw.)
  • Gesundheitsämter
  • Hochschulen
  • Impfstoffhersteller
  • Krankenhäuser
  • Krankenkassen
  • Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt
  • Landesamt für Verbraucherschutz
  • Landesvereinigung für Gesundheit Sachsen-Anhalt e.V.
  • Landkreise und kreisfreie Städte
  • Ministerien (insbesondere Ministerium für Arbeit und Soziales, Kultusministerium)
  • Settings (Krankenhaus, Kita, Schule, Betrieb, Kommune, Region, Alten- und Pflegeheim)


Datenlagen/Ergebnisse

➥ Gesundheitsberichterstattung Sachsen-Anhalt

Ansprechpartner
Martina Kolbe
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